Hier liegt NICHT der Hund begraben

März 4, 2019 Off By BlauerEngel

… und auch keine Katze!

Das ist das Hügelbeet, das ich schon seit einigen Tagen anlegen wollte.

Heute Morgen hat Klaus mich ganz entgeistert angeschaut: “Überall werden wegen Sturms die Fasnachtsumzüge abgesagt, es regnet gerade wie Sau, und du willst in den Garten???” “Ja! Wenn ich eine Schön-Wetter-Gärtnerin wäre, hätte mir der Garten in Niederhöchstadt gereicht. Du glaubst doch nicht, dass die Gartenarbeit hier immer auf Sonnenschein wartet?” “Na ja, jede, wie sie es verdient…”

Den Platz für das Hügelbeet hatte ich mir schon ausgeguckt: Neben dem reifen Pferdemist, der dieses Frühjahr in die Gemüsebeete eingearbeitet werden soll, scheint mir ein schönes Plätzchen. Nicht weit weg liegt auch noch ein ausgedientes Unkrautvlies, auf das ich die oberen 20 Zentimeter der guten Gartenerde, minus der obligatorischen Wildkrautwurzeln, schaufeln kann.

Einen Regenschauer mit ordentlich Sturm später…

Bitte Ton einschalten, macht das ganze erst so richtig eindrucksvoll… 🙂

… ist meine Grube ausgehoben und die billige Regenjacke aus dem Discounter hat gezeigt, dass sie zumindest einen Schutt lang trocken hält.

Um mein Hügelbeet nicht den leichten Hang hinunter schwimmen zu sehen, habe ich ein paar der im Garten gelagerten Bieberschwänze an den Rändern hochgestellt. Das hilft hoffentlich auch zumindest ein kleines bisschen, die Wildkräuter vom Erklimmen des Hügelbeets gleich im ersten Jahr abzuhalten.

Nächster Regenschauer…

… die Frisur, ähmm, die Jacke hält!

Ich nutze die Zeit, um mit der Schubkarre ein wenig im alten Stall und im Garten stöbern zu gehen und das eine oder andere einzusammeln, das im Innern des Hügelgrabs, pardon, Hügelbeets verschwinden soll: Alte, zerbröselte Holzkohle in unterschiedlichen Varianten, Hornmehl, irgend etwas Guano-Ähnliches, Schnellkomposter, uralte Fichtenbrocken, die total “verwohnt” aussehen (wer weiß, wer da seine Höhlen rein gefressen hat), übrig gebliebene Staudenstengel und ettliche Blätter, die der Sturm angetrieben hat.

Das alles fülle ich schichtweise, die größeren Stücke nach unten, das feinere Zeugs oben drauf, zusammen mit angerottetem organischem Material vom letztjährigen Komposthaufen und immer mal wieder ein paar Schaufeln Erde, in mein immer kleiner werdendes Loch. Und das Festtreten zwischendurch nicht vergessen. Luft im Boden ist zwar wichtig für das Bodenleben, aber zu viel Luft verhindert, dass die Wurzeln von Mais, Bohnen und Kürbissen, die hier im Sommer wachsen sollen, ordentlich wachsen können. Die brauchen nämlich Bodenschluss.

Obendrauf noch eine ordentliche Portion Schnellkomposter und das Hügelbeet ist bereit, mit der ausgehobenen Erde wieder bedeckt zu werden:

Die Katzen interessiert das Ganze relativ wenig, die verschaffen sich lieber weiterhin einen Überblick über das Grundstück. Das geht natürlich am besten von ganz oben, meint Iska…

Gartenerde auf’s Hügelbeet drauf, Unkrautvlies wegräumen, Werkzeug und Schuhe saubermachen – und drei Stunden, zwei Regenschauern und ein Loch später ist das Hügelbeet fertig. Etwas später hat es dann so richtig schön gewittert und geschüttet, damit ist dann auch die Gartenerde prima eingeschlämmt!