(K)ein Platz für den Kühlschrank

Februar 21, 2019 Off By BlauerEngel

Auf den letzten Fotos wurde schon sichtbar: Wir haben die Küche abgebaut. Und zwar schön ordentlich und vorsichtig, denn sie soll später wieder zurück gebaut werden, immerhin ist sie noch nicht besonders alt, hochwertig und sieht nicht schlecht aus. Das Geld für eine neue Küche stecken wir lieber in ein paar Meter Kupferleitungen und einen Stromspeicher…

Allerdings wollen wir die vorhandenen Schränke, insbesondere die Unterschränke, ein wenig umsortieren, denn: Der Kühlschrank war für uns beide untragbar. Und zwar nicht, weil er besonders alt oder zu klein wäre, nein, er stand einfach an einem Platz, den wir beide für untragbar halten – auf dem Boden!

Ich kann mir einfach nicht vorstellen, wie ich auf Knien auf dem Boden herumrutsche, weil mir die Butter auf der untersten Platte bis ganz nach hinten gerutscht ist. Lieber esse ich keine Butter mehr! Ich weiß nicht, wie meine Oma das in Diedenhofen gemacht hat, deren Kühlschrank (Mama, Papa, berichtigt mich, wenn ich mich falsch erinnere) immer auf der rechten Seite des Herds – auf dem Boden! – gestanden hat. Und das, bis sie mit über Siebzig aus dem Haus ausgezogen ist! Wieviel Butter müssen meine Eltern nach dem Auszug meiner Oma von der untersten Platte des Kühlschranks geräumt haben…?

Also: Der Kühlschrank braucht einen anderen Platz! Glücklicherweise stand als letzter Unterschrank vor dem Durchgang zum Esszimmer einer mit Schubladen, der genauso breit ist wie der Kühlschrank. Kühlschrank raus, Unterschrank rein – passt! Das hatten wir vor dem Ausräumen noch ausprobiert. Aber wohin jetzt mit dem geplanten neuen, höher stehenden Kühlschrank???

Wir haben gemessen, gerechnet, geplant, in Gedanken und auf Papier verschoben – nix hat geholfen. Kein passender Platz für den Kühlschrank, so, wie wir ihn uns vorstellen…

Dann ist Klaus auf eine geniale Idee gekommen: Das einzige, das uns am Aufstellen eines Kühlschranks nach unseren Wünschen hindert, ist die Wand zwischen Küche und Esszimmer! Und da dort eh keine Türe drin war, sondern nur ein Rundbogen, der Statiker nichts dagegen einzuwenden hatte, und Klaus gerade sehr viel Erfahrung mit dem Bohrhammer sammelt, meinte er, dass wir den Platz für den Kühlschrank doch einfach dadurch gewinnen könnten, dass er die Wand rausstemmt!

Gesagt, getan: Bis auf die obersten zehn Zentimeter, die aus mit Beton ausgegossenen Ziegelsteinen bestehen, hat die Wand schon nachgegeben und wir haben einen weiteren Container für Bauschutt bestellt. Damit wissen wir jetzt auch ganz genau, wo die Stromleitungen für Küche und Esszimmer langlaufen und müssen nicht mehr mit dem Multifunktions-Suchgerät raten, welche Leitung wo abzweigt…

Prima Idee, mein Schatz! Damit haben wir wieder einen so schönen offenen Koch-Wohn-Essbereich, wie wir ihn in Niederhöchstadt hatten! Und jede Menge Platz für den Kühlschrank!