16. August 2022

Nachdem der holzzerstörende Betonweg nun endlich Geschichte ist…

… und Klaus auch die meisten Reste beseitigt hat, können wir uns weiter der eigentlichen Aufgabe, der Wiederherstellung des Fachwerks auf der nördlichen Giebelseite widmen!

Dazu müssen alle vermauerten Steine, loser Lehm, nicht mehr stabile Staken, Holzleisten, jegliche Mäusenester und auch die Fenster aus den Gefachen und der ursprünglichen Türöffnung entfernt werden.

Freier Blick ins Wohnzimmer…

Dabei stellen wir dann fest, dass die beiden Querstreben unter den Fenstern fast völlig morsch sind und komplett ersetzt werden müssen. Und wir entdecken auch, wie wenig notwendig ist, um ein Fachwerkhaus stabil stehen zu lassen – manchmal nur ein oder zwei Keile auf einer Betonschwelle… Bei dem Gedanken, dass unter diesen Umständen viele Jahrzehnte Menschen in diesem Gebäude gelebt haben, wird es uns schon manchmal ein wenig mulmig…

Aber das soll ja jetzt alles restauriert und ertüchtigt werden!

Da aber gedacht nicht gleich gemacht ist und unser Zimmermeister Clemens Schneider nicht unbedingt auf unsere Baustelle gewartet hat, müssen wir die Mühle erst einmal winterfest machen. Dass durch die geöffneten Gefache unsere Katzen ein- und ausgehen können empfinden wir nicht als Problem – sie sparen sich damit nur die nicht so arg geliebte Katzenklappe. Aber auch Waschbären, Mardern und Füchsen wäre so Tür und Tor geöffnet, und denen möchten wir sicher nicht eines Tages begegnen, wenn wir zum Arbeiten in die Mühle kommen!

Also „verschließt“ Klaus die unteren Gefache mit Platten aus unserem ehemaligen Wasserbett, befestigt von außen die Wetterschutz-Folie,…

… dämmt provisorisch mit alten Matratzen und verstärkt das Ganze mit allem, was sich an ungenutztem Material in der Mühle findet. Winter- und hoffentlich auch waschbärfest!