Schloss Eisenbach

Februar 17, 2019 Off By BlauerEngel

Etwa eine halbe Stunde zu Fuß von der Schlagmühle entfernt, in Richtung Süden, liegt das Schloss Eisenbach. Eine perfekte Gelegenheit, bei dem wunderbaren Wetter mal wieder die Spiegelreflex-Kamera auszuführen und sich gleichzeitig zu fragen, warum frau so viel Geld ausgegeben hat, wo doch die neuen Handys (fast) genauso schöne Fotos machen… Aber mit der Kamera ist es einfach eine größere Herausforderung!

Unser Weg führt uns erst einmal an der Lauter lang, über ein Wiese, bis zu dem alten Bahndamm, auf dem jetzt der Vulkanradweg lang führt. Dort sollte man nachts ein bisschen aufpassen, nicht dass noch ein Troll aus der Höhle springt!

Kein Troll in der Höhle – ich hab’s kontrolliert

Bei der Höhle handelt es sich um eine alte Unterführung unter dem Bahndamm, die schon lange keinem Zweck mehr dient.

Ein Stückchen weiter den Weg lang, über eine Brücke über die Lauter, sieht man dann in der Ferne auch die alte Mühle und links davon das neue Haus.

Die Mühle befindet sich genau dort, wo die Stromleitung hinläuft – Dachstrom

An der Zentralstation vorbei, dem früheren Bahnhof des Waldschlösschens, erreicht man dann entweder durch den Wald oder über den Vulkanradweg nach etwa fünfzehn Minuten die ersten schönen alten Fachwerkgebäude, die zum Schloss Eisenbach gehören.

Altes Scheunengebäude am Unterhof

Auch beim Aufstieg zum Schloss bieten sich immer wieder wunderbare Ausblicke auf die Umgebung und weitere alte Gemäuer, die alle als Kulturdenkmäler gelistet sind.

In der Bildmitte die Annenkapelle, rechts das ehemalige Brauhaus

Bevor man das Tor zur Vorburg erreicht und in ein viel früheres Jahrhundert eintritt, läuft man an einem alten Turm vorbei, der die Jahrhunderte nicht überdauert hat und von dem nur noch ein Stumpf stehen geblieben ist.

Ist aber noch stabil genug, um sich dran zu lehnen

Und auch von hier kann man tolle Fotos machen.

Teil der Vorburg, von außen

Um in die Vorburg zu gelangen, muss man durch ein Tor schreiten, über dem ein Torhaus erbaut wurde. Ist also ein relativ tiefes Tor, in dem auch eine Tafel hängt, die einiges über die Geschichte des Schlosses und seiner Bewohner erzählt.

Nochmal deutlich älter als unsere Mühle, das Schloss Eisenbach

Einmal durch das Tor geschritten, befindet man sich in der Vorburg, einem großen Hof mit ettlichen Gebäuden, von denen die meisten noch bewohnt werden. Im Süden steht die Kernburg.

Links, verdeckt durch die Fichte, der Palas, rechts daneben der Durchgang zum Innenhof der Kernburg, dann ein fünfeckiger Turm, rechts daneben der Kemenatenbau
Panorama der Gebäude der Vorburg, ganz rechts der Kemenatenbau

Am Kemenatenbau vorbei gelangt man zur Südseite der Kernburg.

Südseite der Kernburg

Außerhalb der Schlossmauer kann man rund um die Kernburg herum laufen. Der Blick auf den Palas oberhalb der Schlossmauer ist beeindruckend.

Der Palas thront über der Schlossmauer

Und auch von hier aus hat man wieder wunderbare Ausblicke über die Landschaft.

Im Vordergrund das ehemalige Brauhaus, dahinter die Annenkapelle

Für alle, die das Hochsteigen zum Schloss Eisenbach hungrig gemacht hat, besteht die Möglichkeit, auf ein Frühstück, ein Mittagessen oder Kaffee und Kuchen in der ehemaligen Burgpost einzukehren. Sehr empfehlenswert: Der Brombeerlikör! Der zaubert einem ein Lächeln ins Gesicht! Aber auch die Kuchen und Torten schmecken lecker.

Auf dem Weg zurück haben wir die Strecke an der Annenkapelle vorbei gewählt und uns gleich ein paar Stellen gemerkt, an die wir später mal mit Stativ und Filtern zurück kommen müssen. Allein der Eisenbach und die vielen uralten Bäume geben fantastische Bildmotive ab.

Annenkapelle mit alter Linde, links fließt der Eisenbach

Fast schon wieder zuhause ist uns dann aufgefallen, dass die Natur ein fast so wunderbarer Baumeister ist wie der Mensch. Oder vielleicht sogar ein besserer?

Wer schafft es, sein Haus an nur drei Zweigen zu befestigen?

Und Kunst liegt ihr auch…

Ein Rahmen für die filigranen Kunstwerke der Natur