Sturmschäden und schnelle Hilfe

März 10, 2019 Off By BlauerEngel

Über Hessen (und wahrscheinlich auch anderswo) tobte heute ein Sturmtief mit Orkanböen von bis zu 120 km/h in höheren Lagen. In einer dieser höheren Lagen waren wir heute, auf der Herchenhainer Höhe, um uns einen regionalen Markt anzuschauen, der heute Saisonstart hatte. Leider hatten ettliche Markthändler wegen Krankheit und auch wegen des vorhergesagten schlechten Wetters abgesagt. Und von den wenigen, die da waren, mussten einige am frühen Nachmittag sogar ihre Marktzelte abbauen und ihre Waren in der Vogelschmiede, einem Ausflugslokal dort oben, aufbauen. Sonst wäre ihnen wahrscheinlich alles mit Sack und Pack davongeflogen…

Uns hat es trotzdem sehr gut dort oben gefallen. Trotz, oder vielleicht gerade wegen, der wenigen Besucher war die Stimmung super und das Essen dort ist auch sehr lecker! Einen kleinen Bericht darüber habe ich auch schon für den Lauterbacher Anzeiger geschrieben.

Als wir uns nach dem Kaffe auf den Rückweg gemacht haben, hat Klaus an den Schlingerbewegungen unseres Pandas schon bemerkt, dass auch in den weniger hohen Lagen die Windböen nicht ganz ohne waren. Deshalb waren wir froh, als wir bei der Anfahrt zur Schlagmühle noch alle unsere hohen Fichten und Kiefern am Hang sehen konnten. “Sie stehen alle noch”, waren meine letzten Worte, bevor wir direkt hinter der Brücke über die Lauter eine bereits abgestorbene Fichte quer über der Zufahrt zu unserem Hof liegen sahen…

Kein Durchkommen für den Panda
Sauber unten abgebrochen

“Ja, da oben stehen sie noch alle, aber was machen wir hier unten?” Kurze Ratlosigkeit. “Feuerwehr anrufen wird nix nützen. Die sind sicher an anderen, wichtigeren Stellen mit umgestürzten Bäumen beschäftigt.” “Ruf doch mal Norbert an, der kennt vielleicht jemanden mit einer Motorsäge. In der Zeit suche ich mal unsere beste Bügelsäge und versuche, ob ich den Weg von Hand frei bekomme.”

Also hat Klaus die Bügelsäge gesucht und ich habe Norbert angerufen um zu fragen, ob er jemanden mit Motorsäge und eventuell auch einem Traktor kennt. Man sollte das Gewicht toter Bäume nicht unterschätzen!

Norbert war ungemein hilfsbereit und hat eine halbe Stunde lang versucht, irgend jemanden zu erreichen, der uns helfen könnte. Als aber alle, die in Frage gekommen wären, selbst unterwegs oder malade waren, hat er sich selbst ins Auto gesetzt, um vielleicht mit der elektrischen Kettensäge zu helfen. Was aber ein relativ schwieriges Unterfangen geworden wäre, weil wir vermutlich nicht genug Verlängerungskabel gehabt hätten…

Glücklicherweise hatte eine unserer entfernten Nachbarinnen den Baumfall beobachtet und ihren Sohn informiert. Der hat sich dann ins Auto gesetzt und kam vorbei, noch bevor Norbert ankam. Da hatte Klaus aber schon fast alles wieder frei und war nur noch dabei, die restlichen Kleinteile zusammenzukehren.

Der Weg ist wieder frei
Und das alles von Hand!

Der freundliche Nachbarssohn wird nun morgen nochmal vorbeikommen und eine Motorsäge mitbringen, damit Klaus den restlichen Baum tranchieren und wir die Stücke dann ordentlich zur Seite räumen können. Das ist Nachbarschaftshilfe!