Was blüht denn da – Mitte März?

März 18, 2019 Off By BlauerEngel

ACHTUNG: Der nachfolgende Blog-Beitrag ist nicht für Erwachsene, Jugendliche oder Kinder geeignet, die kein Interesse an Pflanzen im Allgemeinen und an Blüten im Besonderen haben!

Heute haben wir ein Wetter wie im April: Strahlend blauer Himmel mit Sonnenschein wechselt sich ab mit dicken dunklen Wolken, aus denen im Wechsel Sprühregen und Graupel fällt. Zeit, mal zu schauen, was sich gerade so an blühenden Pflanzen auf unserem Gelände tummelt…

Eigentlich sind die Christrosen schon durch, aber diese eine scheint ein echter Spätentwickler zu sein.
Die Primeln treiben gerade nochmal richtig durch, und das…
… in…
… allen…
… Farben.
Ganz nah verwandt mit den Primeln: Die Schlüsselblume. Der Name kommt von der Anordnung der Blüten an einem einzigen Stängel, ähnlich wie die Schlüssel an einem Schlüsselbund.
Die Winterlinge liegen in den letzten (Blüten-)Zügen – übermorgen ist ja auch schon astronomischer Frühlingsanfang.
Die weißen und gelben Krokusse blühen in der Regel als erste und sind so gut wie verblüht, ihnen folgen die blauen…
… und die lilafarbenen, die jetzt in voller Blüte stehen.
Die meisten Schneeglöckchen sind auch schon verblüht, nur an den halbschattigen Standorten sind die letzten noch zu sehen.
Öfter mal verwechselt mit den Schneeglöckchen: Die Märzbecher. Sie lassen sich aber gut darin unterscheiden, dass Märzbecher sechs gleich lange Blütenblätter haben, während die Schneeglöckchen zwar auch sechs Blütenblätter besitzen, von denen die drei äußeren aber deutlich länger sind und einen “Ring” um die inneren, kürzeren drei Blütenblätter bilden.
Fast schon ein “Unkraut” ist der Blaustern. Fühlt er sich irgendwo wohl, wird man nicht mehr Herr darüber. Bei uns wachsen sie sogar im Kiesweg und zwischen den Holzbohlen der Treppenstufen. Ich mag sie trotzdem, und die Bienen auch, wie man im Foto (unten mittig) erkennen kann!
Besonders vermehrungsfreudig in unserem Garten ist auch das Leberblümchen. Norbert hat erzählt, das das erste ausgepflanzte Leberblümchen aus dem Bayrischen Wald, aus der Heimat von Traudl, stammt. Inzwischen ist es hier überall heimisch geworden. Der Name ist abgeleitet vom dreilappigen Laubblatt der Pflanze, das in seiner Form an die menschliche Leber erinnert.
Vor der Mauer auf der Ostseite der Mühle fühlt sich das Leberblümchen besonders wohl.
Noch ein Frühlingsbote, der sich hier besonders wohl fühlt und überall zu finden ist: Das wohlriechende Veilchen strahlt mit seinem kräftigen Lila überall hervor.
Hierüber war ich schon ein wenig erstaunt: Die Zwiebeln der niedrigen Osterglocken habe ich erst im Dezember gesteckt – schon sind sie da!
Nicht gerade eine meiner Lieblingsblumen, dafür blüht und fruchtet sie, zum Leidwesen der meisten Gärtner, aber fast das ganze Jahr hindurch: Das Springkraut. Wie der Name schon sagt, springen die ausgereiften Samen bei der leisesten Berührung in alle Himmelsrichtungen.
Der Feld-Ehrenpreis ist auch schon ordentlich gewachsen.
Genauso wie die ersten Taubnesseln, worüber sich besonders die Bienen freuen werden.
Die Laubblätter des Scharbockskrauts sind schon seit Wochen zu sehen, jetzt zeigen sich auch die ersten Blüten.
Im Gegensatz dazu erscheinen beim Huflattisch zuerst die Blüten, danach erst das Laub.

Über die nächsten beiden freue ich mich besonders, die wachsen normalerweise eher im Wald, sind bei uns aber unter den Rhododendren zu finden:

Der Lerchensporn zeigt die ersten pupurfarbenen Blüten. Vielleicht sind auch später ein paar weiße dabei.
Die Buschwindröschen sind da!

Und neben den krautigen frühen Blühern sind auch diverse Gehölze schon mit dabei:

Die Zaubernuss ist schon fast durch mit der Blüte, leuchtet aber immer noch wunderbar gelb im Sonnenschein.
Etwas weniger spektakulär, trotzdem gelb und insbesondere im Herbst mit ihren essbaren Früchten bei Mensch und Vogel beliebt: die Kornelkirsche.
Nicht so beliebt bei Allergikern: Die Haselnuss – Das kleine Rote in der Mitte, kaum zu sehen, sind übrigens die weiblichen Blüten, aus denen sich später die Haselnüsse entwickeln. Jeder rote Faden kann zu einer Haselnuss werden. Die langen Kätzchen links und rechts tragen die männlichen Blüten, die den allergieauslösenden Pollen freisetzen.

Auch mit von der Partie, wenn auch relativ spät an mit seinen Blüten:

Unser Winter-Jasmin, der standort-bedingt nicht als Busch, sondern eher als Bodendecker wächst.

So ein toller, bunter Garten, und das schon Mitte März!