Was Klaus nicht alles im Garten findet
Im letzten Herbst ist mir beim Ernten im vorderen Teil des Nutzgartens aufgefallen, dass ich in etwa 25 Zentimetern Tiefe mit der kleinen Schippe auf Widerstand stieß, nicht nur an einer, sondern an mehreren Stellen. „Bevor da im nächsten Jahr die Möhren wachsen sollen, müssten wir mal nachschauen, was da das Längenwachstum der Rüben begrenzen könnte“, hatte ich mir mental und im Kalender für dieses Frühjahr notiert. Und Klaus hat nachgeschaut…
Mit Spaten, Spitzhacke und Schaufel hat er vorgestern und gestern die beiden vorderen Beete bis auf deutlich mehr als einen halben Meter ausgegraben und dabei so einiges gefunden, das das Wachstum der Möhren sicher deutlich eingeschränkt hätte:

Ich hatte im Herbst auf eine Art Zaun getippt, weil ich mit der Schippe immer wieder auch tiefer einstechen konnte, bevor ich auf Widerstand stieß. Aber damit hatten weder ich noch Klaus gerechnet: flächendeckend Mauersteine, teilweise noch mit Kalkmörtelanhaftungen, kleinere Steine, Reste eines Metalfasses und ein Milchtopf aus Metall hat Klaus zu Tage gefördert.

Der untere Teil des Metallfasses „stand“ noch dort, wo es vermutlich mal eingebuddelt worden war. Der Boden war schon in viele kleine und größere Metallteile zerfallen. Darin fand sich Hartholz, das augenscheinlich von einem eklig aussehenden Schleimpilz besiedelt, aber noch nicht zersetzt war. Außerdem ein metallener Milchtopf, der auch schon deutlich durchgerostet und damit nicht mehr zu gebrauchen ist.

Die Mauersteine, die sich noch zum Bau unserer geplanten Trockenmauern eignen, hat Klaus zur Seite gelegt. Und mit den kleinen und den von der Form her nicht zum Mauerbau geeigneten Steinen haben wir einen Steinhaufen für unsere vielen Blindschleichen, Mäuse und Insekten aufgebaut, gleich neben dem umgestürzten alten Kiefernstamm, damit sich dort ein neues kleines Biotop entwickeln kann.

Und wer weiß, was Klaus noch alles gefunden hätte, wenn wir nicht bei einer Tiefe, in die keine unserer Beetpflanzen jemals wurzeln wird, gesagt hätten, dass es reicht…