14. Juli 2021

Klaus hat die Sauerkrautplatten im Erdgeschoss entfernt und es ist zu erkennen, dass alle Ständer und Streben im unteren Bereich, mal mehr, mal weniger, angegriffen sind.

Ob irgendwo noch Reste der Schwelle existieren, lässt sich nicht erkennen, weil die Reihe der davor gesetzten Klinker noch nicht entfernt ist. Eventuell sollten die Klinker auch erst einmal dran bleiben, damit die Statik durch die Wegnahme des letzten Halts, den früher die Schwelle geboten hat und den heute die Klinker teilweise übernehmen, nicht gefährdet wird.

Aber neben den „Katastrophen“ findet Klaus auch kleine Schätze:

So die ursprüngliche Hausnummer der Schlagmühle, die „1“, über der zugemauerten ursprünglichen Türöffnung. Inzwischen hat ja das „neue“ Haus die Nummer 1 und die Schlagmühle läuft unter der Hausnummer 3.

Oder geschnitzte Verzierungen an den beiden mächtigen Eckständern…

Und, was uns besonders freut und auch ein wenig demütig macht, die Hausschrift auf der Geschossschwelle, über die gesamte Giebelseite laufend:

Und es braucht schon einiges an fototechnischen Tricks, um die Buchstaben einigermaßen sicher entziffern zu können, denn auch hier haben die Jahrhunderte am Holz genagt:

Immerhin wissen wir jetzt, dass das vom Denkmalschutzamt in den 1980er Jahren angenommene Baujahr 1756 nicht korrekt ist. Die Hausschrift datiert die Errichtung der heutigen Schlagmühle auf 1765!

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