Auf samtenen Pfoten – Ronja traut sich
Wir sind ja lange davon ausgegangen, dass Silvy und Ronja Kätzinnen sind. So langsam zeigt sich bei Ronja aber jetzt mit dem Einsetzen der Pubertät, dass Ronja wohl eher ein Ronnie ist… Klaus und ich sind uns aber einig, dass wir ihn weiter Ronja nennen, wir haben uns in den letzten vier Monaten so daran gewöhnt. Und auch Ronja scheint auf seinen Namen zu reagieren.
Mit dieser Erkenntnis und dank eines Videos, auf dem sich Silvy mit stolz erhobenem Schwanz mit dem Hintern zur Kamera dreht, verstehen wir nun auch, warum Ronja immer wieder Silvy triezt, was er mit Mia nie macht: Silvy scheint ein kastrierter Kater zu sein! Das passt auch zu unserer Vermutung, dass er irgendwann mal ein Zuhause gehabt haben muss. Dass dem inzwischen wohl nicht mehr so ist, zeigen immer wieder Wunden, die Silvy plagen, die aber nicht versorgt werden, und das verfilzte Fell an seinem Bauch.
Also: Glück gehabt, statt drei Kätzinnen füttern wir eine Kätzin und zwei Kater, macht zwei Drittel weniger Nachwuchssorgen! Und Ronjas Verhalten Silvy gegenüber liegt einfach daran, dass der Kleine gerade in die Flegeljahre kommt und sein „Revier“ verteidigt. Glücklicherweise ist Silvy sehr geduldig mit dem Jungspund und eher auf dem Rückzug, statt auf Krawall aus.
Und mit den schießenden Hormonen scheint bei Ronja auch der Mut zu steigen. Vor einem Monat hat er sich zum ersten Mal sehr zaghaft getraut, sich kurz an meinem Bein zu reiben, um darauf aufmerksam zu machen, dass ich mich mit der Futterausgabe doch gefälligst mal beeilen soll – ein kleiner schwarzer Kater ist hungrig! Vor einer Woche dann hat er Klaus die Leckerlis, die es mittags immer gibt, zum ersten Mal aus der Hand gefressen – ein Riesenfortschritt! Vor zwei Tagen hat Ronja sich dann auch bei mir getraut – die Leckerlis schmecken einfach zu gut!

Und heute Mittag haben Klaus und ich unseren Augen kaum getraut – nachdem nach „Leckerlis-aus-der-Hand-fressen“ erst einmal eine kurze Ruhepause angesagt war, kam Ronja dann vorsichtig zu mir, hat sich erst an meinem Bein gerieben, mich dann mit „Köpfchen-geben“ auf Katzenart ordentlich begrüßt und hat sich dann an Kopf, Kinn, Schultern und Rücken streicheln lassen – total entspannt, bestimmt fünf Minuten lang! Da hatte ich doch tatsächlich Pippi in den Augen!


Aus Ronja wird sicher mal ein ganz doller Schmusekater!