Nachhaltigkeitsspaziergang

Januar 1, 2020 Off By k84376

Der 1. Jenner 2019 war nicht ganz so ein schöner Tag wie der heutige. Der Himmel war leicht bedeckt, es nieselte ab und an, und es war ein paar Grade wärmer. Heute ist der Himmel blau, die Sonne strahlt und es ist so kalt, dass sogar die Schwanzmeisen mal wieder zur Futtersuche hier vorbei schauen. Und im Schatten hält sich auch der Raureif. Trotzdem waren wir vor genau einem Jahr, voller Vorfreude auf alles, was das Jahr 2019 bringen würde, aufgebrochen zu einem Spaziergang über den Vulkanradweg, um die nähere Umgebung zu erkunden. Dabei kamen wir bis zum Aussichtspunkt bei Blitzenrod, von dem aus man Lauterbach im Tal liegen sieht.

War damals alles ziemlich grau, trotzdem waren wir sehr lange da. Nicht, um die Aussicht zu genießen, sondern um den ganzen Müll, der von der Silvesternacht übrig geblieben war – Raketenreste, Chipstüten, Bierflaschen, Zigarettenstummel und noch einiges mehr – einzusammeln und im dort stehenden Mülleimer zu versenken. Mit der Erinnerung an diesen eher unerfreulichen Anblick waren wir uns dann schon gestern einig, dass wir heute, ausgestattet mit zwei riesigen blauen Mülltüten, den gleichen Weg noch einmal machen würden.

Noch bevor wir vom Radweg, der an der Mühle vorbei führt, überhaupt auf den Vulkanradweg abgebogen waren, hatte Klaus die erste Mülltüte schon ordentlich gefüllt. Gleich neben dem Weg im Wald hatte er wohl einen alten „Müllabladeplatz“ gefunden, mit alten Flaschen, Schuhen und sonstigem Hausmüll. Aber auf dem weiteren Weg – wir haben uns dann doch sehr gewundert – war gar nicht mehr so viel zu finden. Zigarettenkippen, ja, denn da führen auch viele Leute täglich ihre Hunde Gassi (von denen wir gar nichts gefunden haben, die sind wohl, bis sie auf dem Abschnitt des Vulkanradwegs ankommen, schon leer, also, die Hunde natürlich…) ein paar Müsliriegel- und sonstige Plastikverpackungen, Schneuztücher, aber keine größeren Müllansammlungen oder Raketenreste wie im letzten Jahr.

Und natürlich mussten wir, bei einem so herrlichen Wetter, auch immer wieder stehen bleiben, um Winterfotos zu machen.

Irgendwann beim Aussichtspunkt angekommen, trauten wir unseren Augen fast nicht: Nichts! Oder fast nichts. Nur wieder ein paar Zigarettenkippen, ein einsamer Kronkorken, ein paar Brandstellen auf dem Weg, etwas altes Plastik, aber die Schweinerei, die wir im letzten Jahr beseitigt hatten, war wohl ausgeblieben.

Entweder sind die Deppen vom letzten Jahr gerade im Urlaub oder sie sind inzwischen Greta-Fans und räumen ihren Dreck jetzt selbst weg. Wie auch immer, damit sind wir mit nur einer nicht einmal ganz gefüllten Mülltüte, einem guten Gefühl und vielen schönen Fotos wieder nach Hause gegangen.

Auch da hat der Frost wieder tolle Eisskulpturen an den Mühlbach gezaubert.

Und natürlich haben wir uns wieder ausgiebig darüber unterhalten, was wir doch für ein Glück gehabt haben, in 2018 und 2019!